Glossar
Was sind Stammzellen? Wofür steht der Begriff DNADNA
DNA (engl. Abk. für Desoxyribonukleinsäure) ist die Trägerin der Erbinformation und enthält in Form von Genen die Bauanleitungen für Ribonukleinsäuren (RNA) und Proteine, die für die Regulation aller biologischen Prozesse in der Zelle notwendig sind. Die DNA wird aus einer doppelsträngigen Nukleinsäure gebildet, die strickleiterartig in Form einer Doppelhelix organisiert und aus Nukleotiden aufgebaut ist. Jedes Nukleotid besteht aus einem Zucker (Desoxyribose), einem Phosphatrest und einer von vier organischen Basen Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin.
und was heißt eigentlich transgentransgen
Gentechnisch veränderte Organismen, denen ein artfremdes Gen hinzugefügt wurde.
? Wer in ein derart komplexes Gebiet wie die Biotechnologie eintauchen möchte, muss und soll viele Fragen stellen. Auf einige davon gibt das Biotechnologie-Glossar antworten (Quelle: www.biotechnologie.de).
- Adenin
Adenin (Abk. „A“) ist eine Purinbase und ein Baustein der Nukleinsäuren (DNA und RNA).
- adulte Stammzelle
Stammzellen, die nach der Geburt im Körper vorhanden sind und aus denen während der gesamten Lebensdauer eines Organismus neue spezialisierte Zellen gebildet werden. Adulte Stammzellen zeigen in der Zellkultur ein deutlich geringeres Selbsterneuerungs- und Differenzierungspotenzial als embryonale Stammzellen, da sie sich offenbar nur in verschiedene Zelltypen eines bestimmten Gewebes entwickeln können (z. B. Neuronen, Glia etc. des Nervengewebes aber keine Muskelzellen).
- aerob
Lebensweise von Lebewesen, bei der elementarer Sauerstoff benötigt wird.
- Agarose
Agarose ist ein aus Algen gewonnener Vielfachzucker (Polysaccharid). Er wird zur Herstellung von Gelen verwendet, die in der so genannten Gelelektrophorese zur Auftrennung von Nukleinsäuren benötigt wird.
- AIDS
Acquired Immune Deficiency Syndrome (erworbenes Immunschwächesyndrom)bezeichnet das Endstadium einer HIV-Infektion, bei der das Immunsystem zusammenbricht.
- Aktin
Aktin ist ein Strukturprotein, das in allen eukaryontischen Zellen vorkommt. In der Zelle bildet Aktin dynamische Filamente, die als Bestandteile des Zytoskeletts der Stabilisierung der äußeren Zellform sowie intrazellulären Transportvorgängen dienen und zentraler Bestandteil des Kontraktionsapparats der Muskeln sind.
- Aminosäuren
Aminosäuren sind organische Verbindungen, bestehend aus mindestens einer Carboxyl- und einer Aminogruppe, die über Peptidbindungen zu langen Aminosäureketten verbunden sind. Mit dem Begriff Aminosäure sind vor allem die 20 proteinogenen Aminosäuren gemeint, die der Mensch als Bausteine von Proteinen benötigt. Die Zusammensetzung der Aminosäuresequenz bestimmt die dreidimensionale Proteinstruktur und damit Eigenschaften und Funktion der Proteine.
- Amylasen
Enzyme, die Vielfachzucker (Polysaccharide) wie z. B. Stärke spalten.
- anaerob
Eigenschaft von Lebewesen, die in Abwesenheit von Sauerstoff leben.
- Angiogenese
Mit Angiogenese wird die Blutgefäßbildung zur Nährstoffversorgung von Zellen, Organen und auch Tumoren bezeichnet.
- Antibiotika
Medikamente, mit denen Infektionskrankheiten behandelt werden, die durch bakterielle Erreger oder Protozoen verursacht werden.
- Antigen
Antigene sind Stoffe, die vom Organismus als fremd erkannt werden und eine bestimmte spezifische Immunreaktion im Körper auslösen. Antigene stammen in der Regel von Pathogenen und sind überwiegend Proteine oder Proteinbestandteile, so genannte Peptide, können aber auch Kohlenhydrate und Lipide sein. Sie werden im Körper durch Antikörper oder T-Zellen erkannt.
- Antikörper
Antikörper (Immunglobuline, Ig) sind spezielle Proteine, die von den B-Lymphozyten in Wirbeltieren in Reaktion auf Antigene gebildet werden. Antikörper bestehen aus zwei identischen schweren und zwei identischen leichten Aminosäureketten, die miteinander zu einer Y-ähnlichen Struktur verbunden sind.
- Antioxidantien
Antioxidantien sind Substanzen, die freie Radikale neutralisieren. Freie Radikale sind aggressive Verbindungen, die bei zahlreichen physiologischen Stoffwechselprozessen und bei der Energiegewinnung entstehen und zu Schädigungen der Zellen und sogar zu Krebs führen können. Bekannte Antioxidantien sind Vitamin E, Vitamin C und Carotinoide.
- Apoptose
Als Apoptose wird der Prozess des programmierten Zelltods bezeichnet, der von einzelnen Zellen in Reaktion auf bestimmte Signale selbst aktiv ausgelöst wird. Bei dieser Selbstabtötung wird die DNA zerkleinert, die Zelle schrumpft und löst sich in kleine abgeschnürte Vesikel auf, die von Fresszellen des Immunsystems verdaut werden. Die Apoptose ist ein wichtiger Kontrollmechanismus zur Gewebe- und Organausgestaltung bei Entwicklungsprozessen von Lebewesen und bei der Bekämpfung infizierter Zellen mit Viren oder Bakterien.
- ATP
Adenosintriphosphat (Abk. ATP) ist die primäre Form, in der chemische Energie in lebenden Zellen gespeichert wird. ATP ist ein Nukleosidtriphosphat, das neben der Purinbase Adenin, den Zucker Ribose und drei Phosphatreste enthält.
- ATPasen
ATPasen sind Enzyme des Energiestoffwechsels, die unter Energieverbrauch ATP herstellen oder ATP spalten und dabei Energie freisetzen. ATPasen finden sich bei Eukaryonten in den Mitochondrien und Chloroplasten aber auch bei Prokaryonten.
- Axon
Das Axon ist der lange, faserartige Fortsatz einer Nervenzelle, der elektrische Nervenimpulse vom Zellkörper (Soma) wegleitet. Im Gehirn hat das Axon eine Länge von weniger als einen Millimeter, während es im Rückenmark länger als einen Meter sein kann.








