02.06.2009 [7 / 2009]
BMBF-Initiative „BIOTechnikum. Leben erforschen – Zukunft gestalten“ macht Station in Kiel, Lübeck und Hamburg / Programm für Schulen und Öffentlichkeit
Kiel – Was verbindet eine Haifischhaut und neue Materialien? Wie lässt sich mithilfe von Hibiskustee Solarstrom erzeugen? Schülerinnen, Schüler und alle Interessierten bekommen Antworten auf diese und andere Fragen, wenn die Initiative „BIOTechnikum. Leben erforschen – Zukunft gestalten“ in Kiel zu Gast ist. Die Landeshauptstadt ist auf der Tour der Informationskampagne des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durch den Norden die erste Station. Für zwei Wochen ist „BIOTechnikum“ unter der Schirmherrschaft des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen und des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg Ole von Beust in Kiel, Lübeck und Hamburg vor Ort. Von Montag bis Mittwoch, 8. bis 10. Juni 2009, lädt die Initiative auf dem Kieler Bahnhofsvorplatz in der mobilen Erlebniswelt BIOTechnikum – einem zweistöckigen Truck – zu außergewöhnlichen Einblicken in die Biotechnologie ein: Bei Praktika, einem Vortrag, Rundgängen und der „Offenen Tür“ können sich Schulen und die breite Öffentlichkeit über die Forschung in der modernen Biotechnologie in Deutschland, deren Anwendungen und Berufsfelder informieren.
Praktika und Rundgänge für Schüler, „Offene Tür“ und Vortrag für alle
Gelegenheit, sich selbst als Forscher zu betätigen, haben an allen drei Tagen Schülerinnen und Schüler der Region. Im Labor der mobilen Erlebniswelt widmen sie sich in biotechnologischen Praktika dem Erbmaterial DNA, der Bedeutung von Proteinen und technischen Verfahren in der Biotechnologie. Unterstützt von den projektbegleitenden Wissenschaftlern isolieren sie dabei DNA aus Mundschleimhautzellen oder bauen eine Solarzelle aus Pflanzenfarbstoffen. Mehr zu diesen und anderen Forschungs- und Einsatzfeldern der Biotechnologie erfahren die Nachwuchswissenschaftler bei geführten Rundgängen durch die Ausstellung im BIOTechnikum.
Darüber hinaus ist ebenfalls die breite Öffentlichkeit zu einem Besuch im BIOTechnikum eingeladen, wenn der Truck unter Verantwortung der Norgenta Norddeutsche Life Science Agentur GmbH in Kiel Station macht. Am Montag von 14.30 bis 19 Uhr öffnet er seine Türen. Parallel dazu beantworten die Wissenschaftler im Obergeschoss des BIOTechnikums zwischen 18.15 und 19 Uhr in einem Vortrag die Frage „Biotechnologie – was ist das?“. Am Dienstag können sich alle Interessierten von 12 bis 14 Uhr sowie von 15.30 bis 19 Uhr bei der „Offenen Tür“ mit den Wissenschaftlern austauschen. Mittwochs gibt es noch einmal zwischen 12 und 14 Uhr Gelegenheit, in die Welt der Biotechnologie einzutauchen.
Auf mehr als hundert Quadratmetern ist die mobile Erlebniswelt Labor, multimediale Ausstellung, Kino und Dialogforum zugleich. Im Mittelpunkt steht dabei der Zusammenhang von biotechnologischer Forschung und der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren. Wie entsteht ein Medikament? Warum steckt Biotechnologie in Stonewashed-Jeans? Welche beruflichen Möglichkeiten bietet die Branche? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt ein Rundgang durch das Roadshowfahrzeug. Dabei kann jeder ganz individuell die Welt der Biotechnologie kennen lernen: Themendisplays bieten Basiswissen und prägnante Beispiele; an Multimedia-Terminals lassen sich vertiefende Informationen, Experimente oder ein Biotech-Quiz abrufen. Greifbar wird die biotechnologische Forschung dank Exponaten wie etwa dem DNA-Chip. Er verdeutlicht spielerisch, wie anhand von Erbgutschnipseln zum Beispiel Krankheiten diagnostiziert werden können. Ein weiterer Teil der Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine Reise ins Innere einer menschlichen Zelle: Mit dem Multimedia-Lernspiel „Bodymover“ erforschen sie deren Bestandteile und steuern dabei die Orientierung in der Zelle mit der eigenen Körperbewegung.
Wer seinen Weg im Obergeschoss fortsetzt, erhält Einblicke ins Leben, wie sie sonst nur Wissenschaftler haben. Denn die Präsentation „Kunstwerke des Lebens“ zeigt auf einem Großbildschirm mikroskopische Aufnahmen von Mikroorganismen und Biomolekülen: schöne Schimmelpilze oder Immunzellen bei der Arbeit. Einen Eindruck von der Bandbreite biotechnologischer Forschung und Anwendung vermittelt das Biotech-Kino mit Filmen zu verschiedenen Aspekten der Biotechnologie. Gleich ob zu Forschungsfeldern, Karrierechancen oder Sicherheit – die Gäste sind stets eingeladen, Fragen zu stellen und mit den projektbegleitenden Wissenschaftlern in Dialog zu treten.
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